Weiterbildungen 2018

Promenadenweg am Wandlitzsee

Das Jahr ist zwar noch nicht um, aber Weiterbildungen stehen nicht mehr im Kalender. Daher nun schon ein Rückblick auf mein Lernjahr 2018. An folgenden Weiterbildungen habe ich in diesem Jahr teilgenommen:

  • Systemische Beratung (Institut an der Ruhr, Bochum)
  • Systemische Therapie von Angststörungen (Dr. Bernd Schumacher)
  • Mediation (FernUniversität in Hagen)
  • Hypnosystemische Kommunikation (Milton Erickson Gesellschaft, Wandlitz)
  • Hypnotherapeutische Stressbewältigung (Stefanie Schramm)

Systemische Beratung

Meine im Februar 2016 begonnene Weiterbildung zum systemischen Berater am Institut an der Ruhr in Bochum habe ich im März abgeschlossen. Offen waren noch zwei Wochenendseminare: eines zum Thema Kriseninterventionen und das abschließende Wochenende, dass der Reflexion des gesamten Ausbildungsgangs gewidmet war.

Insgesamt, also seit 2016, hatte die Ausbildung einen Umfang von 500 Stunden (45-minütige Unterrichtseinheiten), die wie folgt aufgeteilt sind:

  • 200 Stunden praxisbezogene Theorievermittlung
  • 75 Stunden Selbsterfahrung
  • 75 Stunden Supervision
  • 100 Stunden Arbeit in selbstorganisierten Studiengruppen
  • 50 Stunden nachgewiesene Eigenarbeit

Das Institut an der Ruhr ist Mitglied in der Systemischen Gesellschaft, die den Ausbildungsgang zertifiziert. Für die Zertifizierung sind zusätzlich zwei anonymisierte Falldokumentationen und eine Systemanalyse des eigenen Arbeitskontexts einzureichen, sowie 100 durchgeführte Stunden systemische Beratung nachzuweisen. Mein Zertifikat werde ich im nächsten Jahr beantragen.

Ich danke allen Lehrtherapeutinnen und -therapeuten und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern von “SysBer 2016” für die intensive Zeit — insbesondere aber Birgit Averbeck, Birgit Theresa Koch und Ansgar Röhrbein sowie natürlich meiner Peer Group. Diese von Euch angestoßene innere Revolution ist noch nicht abgeschlossen!

Systemische Therapie von Angststörungen

Dieses Wochenendseminar zum Thema Angst mit Dr. Bernd Schumacher am Kasseler Institut für Systemische Therapie und Beratung im Februar 2018 habe ich aufgrund einer Enpfehlung besucht. Etwas in der Art von “Wenn Du etwas über die systemische Arbeit mit Angststörungen wissen willst, musst Du unbedingt zu Bernd Schumacher gehen!” Dieser Empfehlung zu folgen hat sich gelohnt.

Das Seminar vermittelte und erläuterte die vom Dozenten erarbeitete Strategie der “Behandlung von Angst in einer Sitzung” — wobei anzumerken ist, dass diese Sitzungen drei bis fünf Stunden dauern. Die Schumacher’sche Grundthese dabei ist:

Das Problem an der Angststörunge ist nicht die Angst, sondern die diesbezügliche Anwendung nicht funktionierender Kontrollstrategien.

Weitere Seminarinhalte waren: Zahlen und Fakten zu Angststörungen in Deutschland und anderen Ländern, systemisches Verständnis des Dozenten, Abgrenzung von Angststörung gegenüber Trauma, Schizophrenie und Zwang, spezifische Interventionen im Rahmen des Eine-Sitzung-Modells.

Mediation

Mediation stellt ganz klar meinen Ausbildungsschwerpunkt im Jahr 2018 dar.

Zunächst absolvierte ich das Zertifikatsstudium »mediation kompakt« an der FernUniversität in Hagen. Das »mediation kompakt«-Studium wendet das Konzept des blended learning an und kombiniert Elemente des Fernstudiums (Studienbriefe, Moodle) mit Präsenzseminaren. Die Inhalte des Fernstudienmaterials decken folgende Themen ab:

  • Praktische Einführung in die Mediation
  • Konflikte und wie wir sie lösen
  • Psychologie der Mediation
  • Kommunikation
  • Verhandeln

Zu den Studienbriefen waren zwei Präsenzseminare zu belegen, die jeweils drei volle Tage in Anspruch nahmen. Das erste Seminar wurde von Hans-Joachim Wirtgen geleitet und fand im März in Hagen statt. Dozent des zweiten Seminars in Bad Waldliesborn im August war Marc H. Pfeiffer. Zur Erlangung des Zertifikats musste eine Abschlussarbeit angefertigt werden, die ich im September eingereicht habe. Durch das Bestehen der Prüfung bin ich berechtigt die Bezeichnung “Mediator (universitär geprüft)” zu führen. Der gesamte Workload für mediation kompakt beläuft sich auf 285 Stunden (9,5 CP).

Das Konzept der Mediation, wie ich es im Laufe von “mediation kompakt kennengelernt habe, hat mich überzeugt. Deshalb habe ich mich im Oktober in den berufsbegleitenden Studiengang »master of mediation« an der FernUniversität eingeschrieben. Die von mir gewählten Studienschwerpunkte, zu denen jeweils wieder ein dreitägiges Präsenzseminar gehört, sind Wirtschaftsmediation und Familienmediation . Das Seminar zur Wirtschaftsmediation fand im November unter der sehr überzeugenden Leitung von Ilse Osterfeld statt.

Hypnosystemische Kommunikation

Das Curriculum Hypnosystemische Kommunikation nach Milton H. Erickson richtet sich an Personen, die hypnotische Sprachmuster in nicht-klinischen Beratungskontexten anwenden wollen. Ich absolviere die Weiterbildung bei Elvira Muffler, die die Regionalstelle der Milton H. Erickson Gesellschaft für klinische Hypnose (M.E.G.) in Wandlitz leitet. Im Jahr 2018 habe ich fünf der acht Module aus dem KomHyp-Curriculum besucht:

  1. Grundlagen und Prinzipien der hypnosystemischen Kommunikation nach Milton H. Erickson
  2. Selbsthypnose und Selbsterfahrung (Liz Wallander)
  3. Kontakt, Beziehung und Kommunikation
  4. Direkte und indirekte Kommunikation
  5. Geschichten und Metaphern

Nächstes Jahr folgen noch die drei weiteren Blöcke. Um das Zertifikat der M.E.G. zu erhalten sind zudem vier Anwendungsseminare zu besuchen, von denen ich bereits zwei absolviert habe: Raucherentwöhnung im letzten Jahr und Stressbewältigung in diesem Jahr (s.u.). Dazu sind noch 40 Stunden Supervision nachzuweisen. Die Voraussetzungen für die Zertifizierung werde ich voraussichtlich im nächsten Jahr erfüllen.

Hypnotherapeutische Stressbewältigung

Stefanie Schramm leitet die M.E.G.-Regionalstelle in Krefeld und ist spezialisiert auf die Arbeit mit Stress, Krise und Trauma. In dem zweitägigen Seminar “Hypnotherapeutische Stressbewältigung” haben wir uns unter ihrer Anleitung natürlich theoretisch mit dem Thema Stress beschäftigt (Symptome, Ursachen, Dynamik), aber auch ganz praktisch viele mögliche Ansätze für Interventionen besprochen und eingeübt — insbesondere die ressourcenaktivierende Arbeit mit Bildkarten nach dem Zürcher Ressourcen-Modell (ZRM).